Good Practices - Vielfältiges ehrenamtliches Engagement
Intention des Förderpreises ist die öffentlichkeitswirksame Würdigung und die Heraushebung fachlich aber auch gesellschaftlich besonders herausragender wertvoller und insgesamt preiswürdiger Aktivitäten zur Sicherung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz (Zivil- und Katastrophenschutz). Gleichzeitig manifestiert sich in der Verleihung auch der öffentliche Dank des Staates an die das System Bevölkerungsschutz tragende Ehrenamtlichkeit als Ganzes.
Durch den Förderpreis soll aber nicht nur ausgezeichnet, sondern auch geworben werden. Die Auslobung, aber insbesondere die Verleihung, lenkt den Blick der Öffentlichkeit auf die im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz engagierten Helferinnen und Helfer und die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Leistungen.
Die Verleihung von Förderpreisen zur gezielten Entwicklung, Unterstützung und Sicherung von Staatszielen ist verwaltungsrechtlich abgesichert und langjährig geübte Praxis verschiedenster Bundesressorts, wie insbesondere des Familien- oder des Wissenschaftsressorts.
Bereits seit 1996 hebt der Bundespräsident den „Tag des Ehrenamtes“ am 5. Dezember besonders hervor, indem er Bürgerinnen und Bürgern, die sich lange Zeit und in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagiert haben, persönlich empfängt und mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland auszeichnet. Erreicht werden soll durch diese Auszeichnung eine deutliche öffentliche Anerkennung und Würdigung der für unsere Gesellschaft so wichtigen ehrenamtlichen Leistungen und der Menschen, die hinter diesen Leistungen stehen.
Im Gegensatz zur Ehrung des Bundespräsidenten, der retrospektiv langjähriges ehrenamtliches Engagement von Menschen auszeichnet, soll der BMI-Förderpreis jährlich für herausragende Konzepte und Aktionen pro Futura verliehen werden.
Der BMI-Förderpreis setzt sich daher mit seiner Zielrichtung nicht in Konkurrenz zur Auszeichnung des Bundespräsidenten.
Vorgesehen sind drei Preiskategorien. Im Einzelnen sind dies die Preise für:
- Besondere Konzepte in der Nachwuchs- und Jugendarbeit zur Förderung und zum Erhalt des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz
Die Nachwuchs- und Jugendarbeit im Bevölkerungsschutz legt eine unverzichtbare Basis dafür, dass auch zukünftige Generationen bereits als Jugendliche ihren Weg in die und in den Organisationen finden, sie erhalten und stärken. Der Preis soll mit 7.500 Euro dotiert werden.
- Neue innovative Konzepte zur Steigerung der Attraktivität des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz
Die Konzepte sollen dazu beitragen, die Sicherheitsaufgabe Bevölkerungsschutz auch weiterhin - trotz sich verändernden Rahmenbedingen - ehrenamtsbasiert wahrnehmen zu können. Der Preis soll mit 7.500 Euro dotiert werden.
- Vorbildliches Arbeitgeberverhalten zur Unterstützung der Ausübung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz
Vorbildliches Arbeitgeberverhalten ist gefragt, um auch in einer durch wirtschaftlichen Konkurrenzdruck geprägten Zeit auf jederzeit verfügbaren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zurückgreifen zu können. Der Preis soll ideeller Natur sein und nicht mit einem Preisgeld ausgestattet werden.
Der „Förderpreis für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz“ wurde erstmalig am Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2008 durch den Bundesminister des Innern anlässlich der Festveranstaltung „50 Jahre Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland“ ausgelobt.
Die erste Preisverleihung wurde am 5. Dezember 2009 durch den Bundesminister des Innern im Rahmen einer Feierstunde vorgenommen.
Bewerbungen für den Förderpreis 2010 können mit dem "Vordruck zur Bewerbung um den Förderpreis" an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gesandt werden. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2010. Über die Verleihung des Preises entscheidet eine Jury unter Vorsitz eines Vertreters des BMI.





