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Meldungen

Hier finden Sie die Meldungen aus dem Bereich des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes.


De Maizière dankt THW-Helfern

Bundesinnenminiser Dr. Thomas de Maizière empfing am 26. Februar eine Gruppe von 22 THW-Helfern sowie 2 Angehörigen der Bundespolizei an seinem Dienstsitz am Spreebogen in Berlin. Seine Gäste hatten Eines gemeinsam: Sie alle haben in den letzten Wochen den Erdbebenopfern auf Haiti tatkräftig geholfen, diese wohl schlimmste humanitäre Katastrophe seit langem zu bewältigen.

Das verheerende Erdbeben am 12. Januar diesen Jahres ereignete sich bei Port-au-Prince - der Hauptstadt Haitis. Nach derzeit verfügbaren Informationen sind dabei fast 300.000 Personen ums Leben gekommen, ebenso viele wurden verletzt, weit mehr als 1 Mio. Menschen wurden obdachlos. In der Hauptstadt und der weiteren Umgebung brach die Infrastruktur weitgehend zusammen,  u. a. war die Wasserversorgung erheblich beeinträchtigt. Das Bundesministerium des Innern hatte bereits am 13. Januar in Absprache mit dem Auswärtigen Amt angeordnet, dass ein THW-Erkundungsteam nach Haiti entsand wird. Dieses diente dazu, die Hilfsmöglichkeiten zu identifizieren sowie die dortige deutsche Botschaft zu unterstützen. Das Team startete noch am selben Tag und traf am 15. Januar auf Haiti ein. Dieses erste Team des THW wurde im weiteren Verlauf der Hilfsaktion durch ein Koordinierungsteam, Logistiker und zwei Teams der SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland des THW) ergänzt. 

De Maizière zeigte sich zunächst sehr interessiert zu erfahren, wann, wie lange und in welcher Funktion die Beteiligten in der Region im Einsatz waren und welche Tätigkeit die Ehrenamtlichen vom THW hauptberuflich ausführen. Im Anschluss an diese Vorstellungsrunde fragte der Minister nach vielen Details über die Organisation, die Strukturen und auch persönliche Aspekte im Zusammenhang mit dem Engagement im Katastrophengebiet. Seine Gäste gaben gern Auskunft und berichteten facettenreich z. B. darüber, welche Schritte zu erledigen sind, bis das erste Erkundungsteam vor Ort ist, wie der Arbeitgeber reagiert, wenn er erfährt, dass er für die nächsten Wochen auf seinen Mitarbeiter verzichten soll und wie die ersten eigenen Eindrücke vom zerstörten Haiti waren. De Maizière interessierte sich auch sehr für die Lebens- und Arbeitssituation der Helfer im Erdbebengebiet und wollte wissen, ob sich die Helfer während Ihrer Tätigkeit im Erdbebengebiet sicher gefühlt hätten. Dies wurde einstimmig bejaht - auch mit dem Hinweis auf und einem Dank an die Kollegen der Bundespolizei. Menschliche Aspekte wie die Verbindung nach Hause zur Familie und der Kontakt mit den Bedürftigen vor Ort waren ebenso Gegenstand des Gesprächs wie fachliche Fragen, z. B. zu den Voraussetzungen eines Standorts für eine Wasseraufbereitungsanlage.

De Maizière sprach den Helfern seine Hochachtung aus: "Sie haben unter unvergleichlich schwierigen Umständen auf Haiti tolle, professionelle Arbeit geleistet, auf die Sie stolz sein können und auf die auch die deutsche Bevölkerung, unser Land stolz sein kann. Das ist auch Außenpolitik vom Besten, die unmittelbar ankommt und von den Menschen wahrgenommen wird. Die Belastungen, die der Einsatz in einem Katastrophengebiet mit solch verheerenden Schäden für den Einzelnen mit sich bringt, sind sicher hoch. Unter der professionellen Schale pocht ja doch immer ein Herz. Ich möchte mich für Ihren großartigen Einsatz herzlich bei Ihnen bedanken."

Datum
25.02.2010
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