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Bevölkerungsschutz Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Nachricht 27.07.2017 Pum­pen im Ak­kord

Starkregenfälle fordern THW-Kräfte

Seit Montag kämpfen mehr als 280 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) gegen anhaltende Überschwemmungen. Heftige Starkregenfälle haben vor allem im niedersächsischen Harz sowie in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt Gebäude und Straßenzüge überflutet. Die Pegel und die Helferzahlen steigen weiter.

Westerode, ein Dorf mit etwa 20 Häusern im Süden Niedersachsens, ist komplett überflutet. Einsatzkräfte aus drei THW-Ortsverbänden haben ihre Pumpen in Anschlag gebracht, um die Überflutungen abzuführen. "Mit unseren Hochleistungspumpen und ehrenamtlichen Einsatzkräften sind wir auf Hochwasserlagen gut vorbereitet. Wir unterstützen die lokalen Behörden, wo immer sie unsere Hilfe benötigen", sagte THW-Vizepräsident Gerd Friedsam. Dank einheitlicher Ausbildung und Ausstattung kann das THW Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland an kritischen Punkten zusammenziehen. Zurzeit unterstützen THW-Kräfte aus Hessen ihre Kameradinnen und Kameraden in Niedersachsen.

Überall in Mitteldeutschland das gleiche Bild: Sandsäcke soweit das Auge reicht und Schlauchleitungen über mehrere Kilometer zeugen vom ehrenamtlichen Engagement hunderter THW-Kräfte. Nach starkem Dauerregen stehen die Pegel von sechs Flüssen in Niedersachsen auf der zweithöchsten Alarmstufe – mit steigender Tendenz. Im Landkreis Hildesheim sowie Springe verbauen THW-Kräfte mehrere tausend Sandsäcke und verhindern, dass die Wassermassen sich weiter ausbreiten. Darüber hinaus versorgen die Helferinnen und Helfer Fahrzeuge und Geräte an den Einsatzstellen mit Treibstoff aus einer mobilen Tankanlage und erledigen verschiedene Logistikaufgaben, wie beispielsweise den Transport von Sandsäcken.

Neben dem Sandsackverbau und Pumparbeiten besteht in Sachsen-Anhalt ein zusätzlicher Schwerpunkt darin, Einsatzstellen die Nacht hindurch auszuleuchten. Die Starkregenfälle führen aber nicht nur in städtischen Bereichen zu Überflutungen: Auf der Bahnstrecke zwischen Göttingen und Rosdorf pumpen THW-Kräfte ein überflutetes Gleis frei.

Die Hochleistungspumpen des THW röhren aktuell landesweit im Dauerbetrieb – so auch in Berlin und Brandenburg. Seit Anfang Juli beseitigten bereits mehr als 500 THW-Kräfte Sturmschäden und befreiten Überschwemmungsgebiete von Wassermassen.

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