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Meldungen

Hier finden Sie die Meldungen aus dem Bereich des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes.


Erdbeben auf Haiti

Seit dem 18. Januar laufen die Trinkwasseranlagen des THW in Haiti rund um die Uhr. Zunächst nur zwei in unmittelbarer Nähe des Flughafens, mit dem Eintreffen des zweiten THW-Teams der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) wurden zwei weitere in Léogâne aufgebaut.

Trinkwasser gehört weiterhin zu den am dringendsten benötigten Versorgungsgütern in Haiti. Aufbereitet und verteilt wird das Wasser unterdessen mit der Unterstützung lokaler Kräfte. Damit folgt das THW-Team dem Prinzip „Cash for Work“ (Bargeld gegen Arbeit), in dem Betroffene nach Katastrophen in die Nothilfe und Katastrophenbewältigung eingebunden werden. Dadurch erhalten diese eine Arbeit und die Hilfsmaßnahmen erfahren eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung. Die lokalen Mitarbeiter werden im Umgang mit den Trinkwasseraufbereitungsanlagen geschult, fahren Tanklastwagen und werden an den Verteilstellen eingesetzt. In Léogâne wurde am THW-Camp ein Wasserkiosk eingerichtet und die Bevölkerung über Radiodurchsagen darüber informiert. Mit dem mobilen Trinkwasserlabor überprüft das THW die Wasserqualität in der Region.

Im Basislager in Léogâne bietet das THW neben der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser auch anderen Organisationen logistische und sanitäre Unterstützung an. So stellt das THW-Team beispielsweise die Stromversorgung für die Operationssäle medizinischer Organisationen in der Nachbarschaft sicher. In dem THW-Camp haben sich außerdem die Mitarbeiter anderer deutscher und internationaler Hilfsorganisation niedergelassen.

Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum (GMLZ) des BBK ist seit dem 12.01.2010 aufgrund des verheerenden Erdbebens in HAITI im Einsatz. Es versorgt die Hilfsorganisationen sowie die Bundesländer, Bundesministerien und sonstige Bundesbehörden täglich mit aktuellen Informationen zur Lage in Haiti. Außerdem vermittelt das GMLZ verfügbare Hilfsgüter für die Opfer der Erdbebenkatastrophe.

Die Koordinierungsstelle NOAH (Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe) des BBK ist in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt im Einsatz und bietet den Angehörigen der Vermissten sowie den deutschen Betroffenen vor Ort ihre Unterstützung an.

DRK-Hilfen im Wert von über 4,5 Millionen Euro haben die Not leidenden Menschen in Haiti bereits erreicht. Das Deutsche Rote Kreuz ist in den Bereichen medizinische Versorgung, Hilfsgüterlieferungen und Wasserversorgung aktiv. Rund 35 deutsche Helfer sind im Einsatz. Im mobilen DRK-Hospital werden bis zu 700 Menschen täglich versorgt. Auch schwere Brüche und Verletzungen können dort operiert werden, denn die Kapazitäten entsprechen einem deutschen Kreiskrankenhaus. Vier Operationsteams können im Hospital gleichzeitig arbeiten. Da die Strukturen vor Ort zerstört sind, wird das Krankenhaus viele Monate im Einsatz bleiben.
Bis zu 250 Patienten, darunter viele Kleinkinder, werden täglich von DRK-Helfern in der mobilen Basisgesundheitsstation behandelt. Die Station war schon wenige Tage nach dem Erdbeben im Einsatz.
Um die obdachlosen Menschen in den verschiedenen Camps zu versorgen, ist ein mobiles Gesundheits-Team unterwegs. Ein Arzt und zwei Schwestern versorgen leichte Verletzungen und Erkrankungen vor Ort.

Datum
20.01.2010
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