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Artikel War­nung der Be­völ­ke­rung / Warn­sys­te­me

Nach dem Ende des Kalten Krieges hat der Bund sein Sirenenwarnsystem aufgegeben und ein satellitengestütztes Warnsystem zur Warnung aufgebaut.

Seit 2001 kann der Bund Warnungen via Satellit mit höchster Priorität an verschiedene Multiplikatoren übertragen, die diese Warnungen über ihre jeweiligen Kanäle an die Bevölkerung weitergeben. Angeschlossen waren bisher alle öffentlich-rechtlichen und die meisten privaten Rundfunkanstalten, Internet-Provider, Paging-Dienstleister und die Deutsche Bahn AG.

In 2013 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das alte Basissystem grundlegend erneuert und ausgebaut. Das System heißt jetzt Modulares Warnsystem oder kurz "MoWaS". Es bietet die technische Basis zusätzliche schon vorhandene und künftige Warntechnologien, aber auch Kommunikationsmittel des Alltags, anzuschließen und anzusteuern.

Ziel dieses modularen Aufbaus ist es, auf vielen verschiedenen Kanälen so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Neu hinzugekommen ist die am 8. Juni 2015 auf der Messe Interschutz vorgestellte Warn-App NINA (Notfall-Informations-und Nachrichten-Applikation).

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA, können die Bürger wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel zur Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand erhalten. Diese Warnungen können für selbstgewählte Gebiete und optional auch für den aktuellen Standort bezogen werden. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in NINA integriert.

Die Gefahrenmeldungen werden auf einer Deutschlandkarte visualisiert und in einer Listenansicht dargestellt. Die Listenansicht einer Warnmeldung enthält Informationen zur Art der bestehenden Gefahr und der empfohlenen Verhaltensweise. Ergänzend gibt es Hinweise auf andere Informationsquellen, z. B. Web-Informationsangebote der Länder, Kreise und Städte geben. Neben der Warnfunktion bietet NINA auch grundlegende Informationen und Notfalltipps zu Themen des Bevölkerungsschutzes an.

Die Warn-App NINA ist ein schneller und effizienter Weg zum Schutze der Bevölkerung. Für die zuständigen Behörden des Zivil- und Katastrophenschutzes ist sie ein wichtiger Informationskanal, die Menschen über Gefahren zu informieren und gleichzeitig konkrete Verhaltenshinweise zu geben.

NINA steht kostenfrei für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8.0) und Android (ab Version 4) zur Verfügung. Für andere Betriebssysteme steht unter www.warnung.bund.de eine mobil-fähige Website zur Verfügung, die ebenfalls über alle aktuellen MoWaS-Warnungen in Deutschland informiert.

Originär zuständig ist der Bund nur für Warnungen im Zusammenhang mit einem Spannungs- und Verteidigungsfall, dem sogenannten Zivilschutz. In der Praxis betreiben Bund und Länder aber ein effektives, integriertes System, in dem sie sich gegenseitig ihre Ressourcen zur Verfügung stellen. Auch die Warnung ist ein gemeinsames Projekt von Bund und Ländern. Der Bund stellt das Basissystem und verschiedene Multiplikatoren einschließlich NINA zur Verfügung. Die Länder können weitere Warnmedien anschließen und die Sendemöglichkeiten weiter bis auf die untere Katastrophenschutzebene ausbauen.

Zusatzinformationen

Neue Warn-App des Bundes steigert die Sicherheit der Bevölkerung

Notfall-Informations- und Nachrichten-App in Hannover offiziell vorgestellt

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Startschuss für den Relaunch der Warn-App NINA

Extremwetterereignisse werden zunehmen - Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzen, sich besser vorzubereiten

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Warn-App NINA

NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Mehr: Warn-App NINA …

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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